Eingewöhnung von Koi

Verfasst von Anke Klaassen. Veröffentlicht in Uncategorised

Checkliste

Bevor Sie mit Ihrem Koi nach Hause
fahren, sollten Sie überprüfen ob alle
notwendigen Kontroll- und Pflegemittel
vorhanden sind:


PH- Test, KH- Test, Nitrit Test , Ammoniak Test
GH+, KH+ Pond
Teichtorf
Teichsalz
Vitamine und Futter
Wasseraufbereiter

 

Einsetzen
Beim Einsetzen der Tiere sollte man sich Zeit lassen. Lassen Sie die Fische mit Ihrem Wasser aus der Tüte
in einen Behälter. Vergleichen Sie die Wasserwerte aus dem Transportwasser mit denen Ihres Teiches
( PH und KH Werte ). Der PH Wert sollte bei 7- 7,5 in Ihrem Teich liegen, die optimale KH ist bei
7-10° dKH.

Die Angewöhnungswanne sollten Sie mit einer Sauerstoffpumpe belüften.
Jetzt geben Sie alle 5- 10 Minuten Teichwasser in den Behälter, damit sich die Fische langsam
umgewöhnen können. Wiederholen Sie dies einige male und lassen Sie die Fische vorsichtig in den Teich.
Auf keinen Fall den Behälter in die Sonne stellen.

Eingewöhnung
Lassen Sie die Neulinge nach dem Einsetzen
in Ruhe und Füttern Sie die Fische nicht.
Beobachten Sie die Fische in den nächsten
Tagen, um zu kontrollieren ob sie sich
eingewöhnen und nicht erkranken.
Eine Erkrankung kann viele Ursachen haben.
Die beste Vorsorge gegen eine Erkrankung
ist und bleibt die optimale Wasserqualität.
Schon die geringsten Schadstoffe in Ihrem
Wasser werden Ihren Koi auf Dauer schaden.

 

Fütterung
Die Richtige Fütterung der Fische ist die Grundlage für ihre erfolgreiche Pflege.
Die Futterqualität spielt eine entscheidende Rolle für Wasserbelastung. Qualitativ
minderwertiges Futter wird vom Fisch nur schlecht aufgenommen und führt zu
Mangelerscheinungen. Bei 8- 10°C nimmt der Koi kaum Nahrung auf.
Bei 10-15°C sollte nur wenig gefüttert werden und ein Futter mit Weizenkeimen
gewählt werden. Bei über 18°C benötigt der Koi eiweißhaltiges Futter

 

Wasser ist nicht gleich Wasser
Haben Sie einen Teich in dem schon jahrelang Fische schwimmen, so bedeutet das nicht immer automatisch das dieses
Wasser in Ordnung ist. Die Wasserwerte ändern sich ständig und die Fische können sich über Jahre hinweg auch an
schlechtes Wasser gewöhnen.  Für Neuzugänge kann dieses jedoch den Tod bedeuten.


Wasserwerte und Wasserqualität
Koi tolerieren kurzfristig  PH Werte von 6,5- 8,0. Der optimale PH Wert ist jedoch 7,0- 7,5.
Langfristig zu niedrige oder hohe PH Werte oder PH Wert Schwankungen können den Tod für Ihre Koi bedeuten.
   Ein weiterer wichtiger Wert ist die Karbonathärte. Dieser Wert hat eine große Bedeutung für die Stabilität des Teichwassers. Ein stabiler KH Wert von 6-10° bedeutet eine gute Puffereigenschaft des Wassers gegen bestimmte chemische Veränderungen. Teichwasser mit einer geringen Karbonathärte kann PH Schwankungen schlechter ausgleichen und PH senkende Säuren können entstehen. Es ist durchaus möglich das bei zu geringem KH Wert ein Säuresturz in Ihrem Teich passiert von dem sie nichts mitbekommen, Ihre Fische jedoch geschädigt werden und sterben können.

Oft werden die Wichtigkeit von kh Karbonathärte (Verbindungen von Calcium und Magnesium mit Kohlensäure)
und gh Gesamthärte(Konzentration von Calcium- und Magnesiumsalzen)
unterschätzt. Die Fische im Teich gewöhnen sich an das laufend schlechter werdende Wasser und nehmen oft keinen Schaden solange kein Säuresturz stattfindet
Sie sind jedoch viel anfälliger für Krankheiten und aufgrund der fehlenden Mineralien unterversorgt.
kh ist im Wasser ein Verbrauchswert. Dieser muss regelmäßig zugefügt und kontrolliert werden.


  Ebenfalls ist es wichtig für ausreichenden Sauerstoff im Teich zu sorgen. Bei niedrigen Temperaturen enthält das
Teichwasser mehr Sauerstoff als bei höheren. Der Sauerstoff ist für die Kois nicht nur wichtig für die Atmung, sondern auch für die Verdauung. Durch einen Teichbelüfter oder Wasserfall bieten Sie den Fischen eine Stelle im Teich an der
mehr Sauerstoff zur Verfügung steht. Sauerstoff ist wichtig für die Gesunderhaltung und Vitalität der Fische.
  Nitrit, Nitrat und Ammoniak sollten ebenfalls regelmäßig überprüft werden. Ammoniak kann ernsthafte Kiemen-schäden hervorrufen und die Sauerstoffaufnahme erschweren. Die Fische erleiden Atemnot und sogar eine niedrige Konzentration kann auf Dauer zum Tod führen. Nitrit beeinträchtigt den Sauerstofftransport im Blut. Bei zu hohem Nitritgehalt werden die Fische apathisch und verenden.

 

Dieser Text ersetzt keine Fachliteratur und ist aus meinen eigenen Erfahrungen geschrieben.

Drucken